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5. Februar 2008 – 21. September 2008 Erinnerungsreste, Lesestörungen - Aus der Sammlung des Sigmund Freud MuseumsFür die meisten Besucher bleibt das Kernstück der Sigmund Freud Privatstiftung unsichtbar - ihre Bibliothek und ihr Archiv. Die Bibliothek stellt das zentrale Wissensdepot des Sigmund Freud Museums dar. Die hier gezeigte Präsentation wirft Schlaglichter auf die Sammeltätigkeit der letzten Jahre, die in der ständigen Ausstellung, die seit den 70er Jahren großteils unverändert geblieben ist, keinen Niederschlag gefunden hat.Anhand von historischen Materialien und Kunstwerken erschließt sich wie in einem Kaleidoskop jeweils ein eigenwilliges Stück Psychoanalyse und ihrer Rezeption. Lücken in der ständigen Schausammlung werden auf diese Weise geschlossen, aber auch neue sichtbar gemacht. Die Präsentation dient dazu, den Besuchern Einblicke in die "Backstage" des Museums zu geben, wo gegenwärtige und historische Tendenzen der Psychoanalyse bearbeitet werden. Darüber hinaus stellt sie auch grundsätzliche Fragen nach der Archivierbarkeit von Wissen und nach Freudschen Zugängen zum Sammeln, Lesen und Dokumentieren. Einerseits war das Vertrauen Freuds in Archive gering: In seiner psychoanalytischen Theorie werden sie vielfach als Orte der Zensur beschrieben, stehen Überlieferungsakte im engen Zusammenhang mit Formen des Vergessens. Freud entwickelte eine neue Lektüreform für psychische Phänomene wie Träume, Witze und seelische Störungen. Damit wurde er andererseits zum Gegenstand des öffentlichen Interesses und seine materiellen Überreste verwandelten sich zu Sammelobjekten. ÖffnungszeitenTäglich 9-17 Uhr, Juli-September täglich 9-18 Uhr.MuseumsbeschreibungDas Sigmund Freud MuseumSeit 1971 befindet sich in der Berggasse 19 in Wiens neuntem Bezirk das Sigmund Freud Museum. Hier lebte und arbeitete Sigmund Freud 47 Jahre lang, ehe er 1938 in die Emigration getrieben wurde. Mittlerweile zählt die Adresse zu den bekanntesten der Welt, im Haus Berggasse 19 entstanden nahezu alle Schriften des Begründers der Psychoanalyse. Bahn brechende Werke wie „Die Traumdeutung“ oder „Totem und Tabu“ wurden im Arbeitszimmer der Praxis verfasst. Diese Räume im typisch bürgerlichen Haus aus der Gründerzeit sind heute täglich der Öffentlichkeit zugänglich und ziehen zwischen 60.000 und 80.000 Besucher an. Ausstellung über Entstehung der Psychoanalyse Das Sigmund Freud Museum zeigt in den ehemaligen Praxis- und privaten Wohn¬räumen Sigmund Freuds eine Dokumentation zu Leben und Werk des Begründers der Psycho¬analyse. In einem Videoraum ist einzigartiges privates Filmmaterial der Familie Freud aus den dreißiger Jahren zu sehen, originale Gegenstände aus dem Besitz Freuds, das Wartezimmer seiner Praxis und Teile seiner umfangreichen Antikensammlung lassen das Umfeld, in dem die Patienten analysiert wurden und eine neue Wissenschaft entstand, spüren. Kunstsammlung und Wechselausstellungen Eine Sammlung zeitgenössischer Kunst zeigt den Einfluss der Psychoanalyse auf das künstlerische Schaffen und tägliche Leben der Neuzeit, wechselnde Sonderausstellungen präsentieren Hintergründe der Psychoanalyse, den geschichtlichen Kontext oder Beispiele der Rezeptionsgeschichte dieser Wissenschaft. |
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