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16. Oktober 2007 – 3. Februar 2008

Der Kuss der Sphinx - Jugendstil und Symbolismus in Belgien

„Die wesentliche Eigenschaft der symbolistischen Kunst besteht darin, eine Idee niemals begrifflich zu fixieren oder direkt auszusprechen“, schrieb der Dichter Jean Moréas 1886 in seinem Manifesto of Symbolism. Und es war in Frankreich und Belgien, der Wiege des literarischen Symbolismus, wo auch die symbolistische Malerei geboren wurde. Ihre Maler waren nicht durch einen künstlerischen Stil verbunden, sondern durch eine Geisteshaltung.

Die Vorstellungskraft spielt eine wichtige Rolle in ihrer Arbeit, die Ablehnung der damals vorherrschenden Wissenschaftsgläubigkeit der avantgardistische Humus. Der bekannteste Vertreter des Symbolismus, des „belgischen Jugendstils“, ist Ferdinand Khnopff, der - genauso wie sein österreichischer Zeitgenosse Gustav Klimt - gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine Künstlergruppe gründet, um die Bildende Kunst von Grund auf zu erneuern. Im Zentrum der über 100 Arbeiten umfassenden Ausstellung, die in Kooperation mit dem Musées Royaaux de Beau- Arts de Belgique erstmals für Wien zusammengestellt wird, stehen die Werke der Gruppe »Les Vingt« um Khnopff und seine Freunde wie Theo van Rysselberghe oder James Ensor.
Nachdem man den Symbolismus eine Zeit lang vernachlässigt hatte, leistet sich das BA-CA Kunstforum mit dieser Schau eine Wiederentdeckung: Symbolistische Malerei ist für unser Verständnis von moderner Kunst essentiell. Nicht nur, weil sie sich von Belgien ausgehend wie ein Lauffeuer über die Welt (denken wir an Odilon Redon, Paul Gaugin, Gustave Moreau, Koloman Moser, Gustav Klimt, Leon Bakst, William Blake, Franz von Stuck u.a.) verbreitet hat - sondern auch, weil sie der Quell zahlreicher Veränderungen war, ohne die moderne Kunst nicht das wäre, was sie ist.

Adresse

BA-CA Kunstforum der Bank Austria
Freyung 8
1010 Wien
Fon +43 1 537 33 10 17
http://www.kunstforumwien.at


Öffnungszeiten

Täglich 10-19 Uhr, Freitag bis 21 Uhr.

Museumsbeschreibung






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