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![]() 26. Oktober 2008 – 18. Januar 2009 Mops-Kult: Geheimnisse um ein vergessenes IdolDer Mops ist mehr als nur der Hund, er ist eine kulturelle Ikone und laut einigen Hunderatgebern ist er ein Zeichen für Stil.Viele Persönlichkeiten schmückten ihr Leben mit einem Mops. Napoleons Frau Josephine hatte einen, Jackie Kennedy, Andy Warhol, Rainer Maria Rilke, Friedrich August II - Kurfürst von Sachsen, Kaiserin Eugenie v. Frankreich, Queen Victoria, William Hogarth, Herzog v. Windsor (Edward V), Winston Churchill und Madame Dubarry. Er inspirierte Heinrich Heine, Wilhelm Busch und Christian Morgenstern, Ernst Jandl widmete ihm seine berühmten dadaistischen Zeilen „Ottos Mops trotzt“. Als Agent Frank ist der Mops ein Hollywood-Star, im Film „Men in Black II“ kämpft er gegen Außerirdische und singt „I Will Survive“ von Gloria Gaynor und „Who let the dogs out“ von den Baha Men. Was ist das Geheimnis seiner Wertschätzung? Ist es sein gewöhnungsbedürftiges Äußeres? – der deutscher Zoologe und Schriftsteller Alfred Brehm verspottete ihn einst als „abscheuliches Thier“. Der Journalist, Publizist und Karikaturist Emanuel Eckardt schreibt liebevoll: „Der Mops ist ein Fabelwesen: Niemand kann sich vorstellen, wie diese Kreatur zustande kam, wie es möglich war, eine Weißwurst mit einem andalusischen Kampfstier zu kreuzen, ohne dabei die Rassenmerkmale eines Marzipanschweins aus den Augen zu verlieren. Er ist ein Naturereignis von unvergleichlichem Reiz, mit einem Gesicht wie eine Knautschzone nach schwerem Zusammenprall. Sein Gesichtsausdruck wirkt, als laste auf seinen Schultern das Elend dieser Welt, aber sein Blick ist feurig.“ Bringt man die Beschreibungen auf den Punkt, so wird klar: Gerade die vielen Eigenwilligkeiten, durch die der Mopshund sich von allen anderen Hunden unterscheidet, sind die Ursachen, die den Mops zum Freund von Künstlern, Modegestaltern und Individualisten macht. Was ist das Geheimnis seiner Herkunft? Die verschiedenen Autoren haben unterschiedliche Theorien über seine Herkunft. Er kommt aus China nach Europa, wurde vielleicht von holländischen Seeleuten nach Europa mitgebracht, aber er könnte auch von den Horden Dschingis Khans stammen. Auf jeden Fall gibt es seit mehreren Jahrhunderten Möpse in Europa, zunächst als Schoßhund bei den diversen europäischen Fürstenhöfen, dann im 19. Jahrhundert hielt er Einzug in die vornehmen Bürgerhäuser. Er wurde zum Modehund, dann zum Gespött und starb infolgedessen beinahe aus. Erst in den letzten Jahren ist er wieder gesellschaftsfähig geworden. Und noch mehr Geheimnisse: Der Ausstellungstitel ist eine Anlehnung an das Buch „Der verrathene Orden der Freymaurer und das offenbarte Geheimnis der Mopsgesellschaft“, das 1745 in Amsterdam erschien. Beides sind geheimnisumwitterte Gesellschaften und beide Male helfen ausgestellte historische Quellen und Objekte, auch die Geheimnisse der Freimaurer und des Mopsordens zu „entschleiern“. Die Ausstellung bietet einen Überblick über die Kulturgeschichte des Mopshundes von den Anfängen bis zur Gegenwart anhand von Kunst- und Kulturgegenständen. Die Leihgaben stammen aus prominenten Privatsammlungen, dem Kunsthandel und aus bedeutenden Museen, darunter auch das Deutsche Freimaurermuseum. Auch bei den Künstlern und Manufakturen gibt es bekannte Namen: Meißener-, Wiener-, Höchster- und Frankenthaler Porzellane, sind zu sehen, wie auch „Wiener Bronzen“ oder Karikaturen, beispielsweise von Th. Heine. Natürlich fehlen auch abenteuerliche „Mops-Kult-Objekte“ der Gegenwart nicht. AdresseLandesmuseum MainzGroße Bleiche 49-51 55116 Mainz Fon +49 6131 285 70 http://www.landesmuseum-mainz.de ÖffnungszeitenDienstag 10-20 Uhr, Mittwoch-Sonntag 10-17 Uhr, Montag geschlossen.MuseumsbeschreibungDie bedeutende kunst- und kulturgeschichtliche Sammlung des Museums erstreckt sich von den Anfängen der Kultur bis zur Kunst der Gegenwart. |
![]() Hilton Mainz City Hotel, Mainz /D ![]() Radisson SAS Schwarzer Bock Hotel, Wiesbaden /D ![]() Schloss Reinhartshausen Kempinski, Eltville - Erbach /D ![]() Dorint Sofitel Pallas, Wiesbaden /D |
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