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28. September 2007 – 11. November 2007 Zweite Enzyklopädie von TlönEin Buchkunstprojekt von Ines von Ketelhodtund Peter Malutzk »Wenn unsere Prognosen nicht irren, wird in hundert Jahren jemand die hundert Bände der Zweiten Enzyklopädie von Tlön entdecken.« schrieb Jorge Luis Borges 1941 im Nachtrag zu seiner Erzählung Tlön, Uqbar, Orbis Tertius. Sein Text ist nach über 50 Jahren Auslöser und Inspirationsquelle für ein Projekt der Künstler Peter Malutzki und Ines von Ketelhodt, das nun abgeschlossen ist und in einer Ausstellung präsentiert wird. Es ist der Versuch einer Rekonstruktion der Zweiten Enzyklopädie von Tlön geworden, im Sinne eines Buchkunstkomplexes. Fünfzig Bände sind innerhalb von zehn Jahren (1997 bis 2006) entstanden. Das Zusammentragen der richtigen Stichworte (pro Band gibt es nur ein Stichwort) und ihre Vernetzung untereinander, war eine wichtige Voraussetzung für das Konzept. Es sollte kein Stückwerk aus beliebigen Stichwörtern sein, sondern eine zusammenhängende, dem tlönschen Geist verpflichtete Arbeit. Borges schreibt über den, unter merkwürdigen Umständen aufgetauchten, 11 Band der Ersten Enzyklopädie von Tlön: »Jetzt hielt ich ein umfangreiches methodisches Fragment der Gesamtgeschichte eines unbekannten Planeten in den Händen, mit seinen Bauwerken und Spielkarten, dem Schrecken seiner Mythologien und dem Gemurmel seiner Sprachen, mit seinen Kaisern und Meeren, mit seinen Mineralien und seinen Vögeln und seinen Fischen, mit seiner Algebra und seinem Feuer, mit seiner theologischen und metaphysischen Polemik. Dies alles gegliedert, zusammenhängend, ohne ersichtliche Lehrabsicht oder parodistische Färbung.« Den Künstlern war bewusst, dass Tlön nur in ihrer eigenen Welt gespiegelt dargestellt werden konnte, und dass sie ihrem Anspruch, die ganze Welt in fünfzig Bände zu packen, nur in Ausschnitten und Fragmenten gerecht werden konnten. Ordnungsprinzip ist das Alphabet. Die Bände sind in einer Auflage von 40 nummerierten und signierten Exemplaren erschienen. Sie haben ein einheitliches Format von 12,5 x 20 cm, sind handgebunden und in der Regel fadengeheftet. AdresseGutenberg-Museum MainzLiebfrauenplatz 5 55116 Mainz Fon +49 6131 12 26 40 42 http://www.gutenberg-museum.de ÖffnungszeitenDienstag-Samstag 9-17 Uhr, Sonntag 11-15 Uhr, Montag geschlossen.MuseumsbeschreibungVon Gutenbergs Meisterwerk, der 42 zeiligen Bibel, besitzt das Museum zwei Exemplare (weltweit sind noch 49 Exemplare bekannt). |
![]() Dorint Sofitel Pallas, Wiesbaden /D ![]() Hilton Mainz City Hotel, Mainz /D ![]() Radisson SAS Schwarzer Bock Hotel, Wiesbaden /D ![]() Schloss Reinhartshausen Kempinski, Eltville - Erbach /D |
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