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Sonntag, 06. Juli 2008
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16. Februar 2008 – 18. Mai 2008

ANGELA BULLOCH: The space that time forgot

Dem Titel der Ausstellung folgend wird die Künstlerin Modelle der Wahrnehmung des Raumes und der Zeit verschränken. In /The space that time forgot/ nähert sich Angela Bulloch dem Sujet der Astronomie. Im Zentrum dieser Arbeiten stehen die Ökonomie und Semantik interplanetarischer und interstellarer Verhältnisse, ihre Gravitations- und Kräftefelder, sowie die Formen visueller Repräsentation, welche die Erde, unser Sonnensystem, das Universum und der Wissenschaftszweig der Astronomie überhaupt auf dem Weg vom Zeitalter der Aufklärung in die globalisierte Popkultur unserer Zeit erfahren haben.

Für die Ausstellung im Kunstbau hat Angela Bulloch terrestrische und extraterrestrische Perspektiven auf den Sternenhimmel und die Erde in Projektionen und Lichtinstallationen entworfen. Ihre /Nightskys/ zeigen ausgewählte Bereiche der Himmelssphäre, die aus einer Perspektive weit jenseits der Erde entstanden sind. Diese Arbeiten reflektieren die Unmöglichkeit, die Ordnung des Universums von einem Punkt aus zu überschauen. Jede mögliche Antwort verweist auf die Abhängigkeit von der Perspektive, aus der heraus sie entstanden ist und reiht sich damit in das große Thema der Repräsentationskritik ein.
Ein wesentlicher Bezugspunkt dieses Themas ist die Erforschung und synästhetische Überformung digitaler Klang- und Bildinformationen. Prototypisch ist dies in der Installation /Z Point /aus dem Jahr 2001/2004 verwirklicht, eine der wichtigsten Arbeiten von Angela Bulloch der letzten Jahre und laut Hans Dieter Huber „einer der ersten Höhepunkte der Kunst des 21. Jahrhunderts“. Als einer der zentralen Bestandteile der Ausstellung nimmt /Z Point/, eine Licht und Ton Installation aus 48 sogenannten Pixelboxen, Bezug auf den 1970 von Michelangelo Antonioni realisierten Film /Zabriskie Point/. Die von Angela Bulloch zusammen mit Holger Friese entwickelte Pixelbox ist ein dreidimensionaler Würfel, der mittels eines modularen Lichtsystems in den Grundfarben Rot, Grün und Blau wie ein 16 Millionen Farben-Bildschirm programmiert werden kann. Pixel steht für "picture element" und ist die kleinste Einheit zur Darstellung eines Bildschirmbildes. Die rechteckige Form der Pixelbox erinnert wiederum an künstlerische Überlegungen der Minimal Art, z. B. an Arbeiten von Dan Flavin oder Donald Judd, und deren Auseinandersetzung mit Geometrie, Reduktion sowie farblichen Kompositionen.

Kurator: Matthias Mühling


Adresse

Städtische Galerie im Lenbachhaus / Kunstbau im Lenbachhaus
Luisenstrasse 33
80333 München
Fon +49 89 233 33 20 00
http://www.lenbachhaus.de


Öffnungszeiten

Di-So 10.00 Uhr - 18.00 Uhr

Museumsbeschreibung

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus, die Villa des "Malerfürsten" Franz von Lenbach, gründet seinen Ruf als international bedeutendes Museum auf seiner einmaligen Sammlung von Werken des "Blauen Reiters".

Angegliederter Ausstellungsraum "Kunstbau" im U-Bahnhof Königsplatz






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