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19. September 2008 – 9. November 2008 "in Toplage" Architekturfantasien in SchmuckDie Verbindung von Schmuck und architektonischen Formen: Ein Paradox? Stütze und Last, Wand und Dach – widersprechen sie nicht der Idee von anschmiegsamem, elegantem, leichtem Geschmeide?Seit den Tagen der mittelalterlichen jüdischen Hochzeitsringe, die eine stilisierte (Synagogen-?) Architektur trugen, ist in symbolträchtigen oder architekturverliebten Epochen wie Renaissance, Historismus oder Art Nouveau das scheinbar nicht Zusammengehörige immer wieder zusammengewachsen. Gilt das auch für die Moderne, für unsere unmittelbare Gegenwart, in der Architektur eine historisch beispiellose, bisweilen sogar spektakuläre Rolle spielt? Reagieren zeitgenössische Schmuckmacher und Goldschmiede darauf, lassen sie sich davon inspirieren? Es ist höchste Zeit für die Sondierung einer spannenden künstlerischen Domäne! In Zusammenarbeit mit der Galerie Pilartz zeigt das Museum die Ausstellung „in Toplage“. Sie geht der Frage nach, ob und wie die Architektur, wie architektonische Elemente im Werk von zeitgenössischen Schmuckkünstlern erscheinen und welche Rolle sie dort spielen. Das Ergebnis ist ebenso überraschend wie vielfältig: Das Spektrum reicht von der fast philosophisch aufgefassten Transformation von Grundrisskonzepten bis hin zum konstruktiven Spiel mit architektonisierenden Elementen und Strukturen, mit Wand und Raum. Trotz der bei dem Thema naheliegenden, konzeptionellen Grenzüberschreitungen sind die meisten Arbeiten originäre Schmuckstücke, die sich wie die Architektur unserer Zeit zwischen den Polen strenger Regelhaftigkeit und ungebundener Experimentierfreude bewegen. Sie bedienen sich der Mittel der zeitgenössischen Kunst, sind ästhetisch und harmonisch, aber auch stark im Auftritt und zu Widerspruch herausfordernd. Die Schau vereint rund 100 Werke von 24 international renommierten, aber auch neu entdeckten aufstrebenden Künstlern aus neun Ländern – darunter Helen Britton, Michael Becker, Wilhelm Mattar, Philip Sajet, Ramon Puig Cuyas, Peter Skubic oder Mari Fu-naki. Allesamt belegen sie: Im aktuellen Autorenschmuck ist Architektur und Schmuck kein Widerspruch. AdresseMuseum für Angewandte Kunst KölnAn der Rechtschule 50667 Köln Fon +49 221 22 12 38 60 http://www.museenkoeln.de ÖffnungszeitenDienstag-Sonntag 11-17 Uhr, Montag geschlossen.MuseumsbeschreibungDas Museum bewahrt und vermehrt eine der bedeutenden deutschen Sammlungen europäischer Angewandter Kunst vom Mittelalter bis zur unmittelbaren Gegenwart sowie eine hochrangige Kollektion des Design seit 1900. |
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