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21. November 2008 – 3. Januar 2009 dieses wilde Klaffen – Ben PointekerBen Pointeker bespielt den Kunstpavillon mit zwei raumgreifenden Installationen. In beide werden die RezipientInnen jeweils durch spezielle Eintrittsszenarien eingeführt und befinden sich dann sozusagen in dem Werk bzw. sind davon umgeben.In suggestiven Bildsphären, die – vor allem im hinteren Raum - Muster des Erzählkinos wachrufen, beschäftigt sich Ben Pointeker mit Rhetorik und Struktur des (visuellen) Erzählens jenseits des Narrativen. Das dissoziierte, aus einem Erzähl- oder Denkmodus gelöste Bild und die Leerstelle sind dabei HauptakteurInnen. Es tut sich eine Kluft auf indem der Künstler die Bilder auf unterschiedlichen Ebenen verschiebt, verrückt und versetzt: die Ebene der Verschiebung zwischen dem, was wir sehen und dem, was wir uns vorstellen ebenso wie die der zeitlichen Versetzung und der räumlichen Verschiebung. Vergleichbar mit einer Traumsequenz werden die BetrachterInnen zu Akteuren ohne selbst zu agieren. Sie werden Teil der Inszenierung und sind im Bild. Beim Betreten des Kunstpavillons begegnet ihnen zuerst ein Monitor, der den Prolog bildet. Die einführende Ansprache ist fragmentarisch. Der Ton kommt aus einer anderen Richtung, als das Bild vermuten lässt und der Text ist – da geflüstert – nur teilweise verständlich. Die vier im vorderen Raum gruppierten Videobilder, die als unterschiedliche Kräfte in der Zusammenschau ein Bild im Betrachter formen, dessen Wahrnehmbarkeit basaler als das Sehen ist, und ihn zu einem Teil des Settings machen, bestehen aus einzelnen Digitalfotos. Sie entstanden aus Experimenten mit Zeitrafferaufnahmen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Umgebungen und wurden mit choreografierten Bewegungen menschlicher Körper kombiniert. Mit dem resultierenden mehrschichtigen Material hat Ben Pointeker in der Nachbearbeitung und im Schnitt durch zeitliche Manipulation eine dramaturgische Gesamtbewegung geformt. In der Distanz lösen sich Körper und Umgebung in einer Art Gleichwertigkeit auf. Das Auseinanderklaffen der Bilder ist vorne im Gegensatz zu jenen der hinteren Installation räumlich verstärkt. AdresseTiroler KunstpavillonRennweg 8a 6020 Innsbruck Fon +43 512 58 11 33 http://www.kuenstlerschaft.at ÖffnungszeitenDienstag-Freitag 10-12/14-18 Uhr, Samstag 11-17 Uhr, Sonntag-Montag geschlossen.Museumsbeschreibung1842 als Sommerhaus des Landesgouverneurs erbaut, ist der Kunstpavillon im Kleinen Hofgarten seit 1951 Sitz des Vereins Tiroler Künstlerschaft. |
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