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16. März 2008 – 27. April 2008

Paolo Maggis - TOHUWABOHU

Paolo Maggis wurde 1978 in Mailand/Italien geboren. Dort studierte er von 1996 bis 2000 an der Accadèmia di Belle Arti di Brera. In den letzten Jahren wurden seine Arbeiten vor allem in Ausstellungen in Italien und Spanien gezeigt. Im Januar 2008 erhielt er den Kunstpreis „Euromobil under 30“, eine Auszeichnung für Künstler unter 30 Jahren. Seit zwei Jahren lebt und arbeitet er in Berlin und Barcelona. Paolo Maggis setzt sich in seinen Arbeiten immer wieder mit den existentiellen Abgründen menschlichen Daseins auseinander. Die Bilder der gegenwärtigen Ausstellung reflektieren den tiefen Eindruck, den die Fotos der Folterszenen in Abu Ghraib, die bis heute durch die internationalen Medien gehen, bei ihm hinterlassen haben. Laster, Versuchung, Sünde, Strafe werden darin thematisiert. Bilder, die in ihrer Abfolge an Dantes Göttliche Komödie erinnern, zeigen Leid und Schrecken, die Menschen Menschen antun. Sie haben ihre Vorbilder in der griechischen Mythologie, der mittelalterlichen Literatur und der jüdisch-christlichen Tradition und bekommen höchste Aktualität durch die Fotos von Abu Ghraib, die die Opfer in ihren tiefsten Erniedrigungen zeigen. Bei Paolo Maggis wird die Hölle zum Ort der Wiederbegegnung von Täter und Opfer. Die Täter sind dazu verdammt, das Leid, das sie den Opfern angetan haben, bis zum Ende ihrer Tage ansehen zu müssen. Der Titel der Ausstellung ist dem 1. Buch Mose entnommen. „Tohuwabohu“ ist hebräisch und bedeutet Wüstenei und Leere und beschreibt den Zustand der Welt, bevor Gott in der Absicht eingriff, Ordnung zu schaffen. Die Bilder reflektieren die kulturelle und malerische Tradition, in der der Künstler steht. Die Leinwände liegen beim Malen auf dem Boden, wodurch ein starker körperlicher Einsatz einen expressiven, pastosen Farbauftrag bestimmt. Vor düsteren Hintergründen entfaltet sich in starken Farbkontrasten die Dramatik des Geschehens.


Adresse

Gesellschaft der Freunde junger Kunst e.V.
Altes Dampfbad, Marktplatz 13
76530 Baden-Baden
Fon +49 7221 2 62 61
http://www.gfjk.de


Öffnungszeiten

Dienstag-Freitag 15-18 Uhr, Samstag 11-13 Uhr, Sonntag 11-17 Uhr.

Museumsbeschreibung






Dorint Sofitel Maison Messmer, Baden-Baden
Dorint Sofitel Maison Messmer, Baden-Baden /D
 



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